Phyllostachys aureosulcata ’Aureocaulis’

Phyllostachys aureosulcata Aureocaulis

Deutscher Name: Goldener Peking Bambus / Goldener  Bambus.

Diesen Namen verdankt der Bambus seinen leuchtend gelben Halmen.
Wuchshöhe: 6 bis 7 Meter (in China bis 10 Meter)

Blätter: Glänzend und satt-grün

Halme: Leuchtend gelb, bei direkter Sonneneinstrahlung können sich die Halme auf der Sonnen zugewandten Seite (Süden) auch rot einfärben, Halmdurchmesser bis 3 cm

Winterhärte:
Bis -18 bis -26° C

Standort: Sonnig bis halbschattig, verträgt auch Trockenheit

Empfehlung: Alleinstehende Pflanze, Gruppenpflanzung, Hain, Hecke, Wald

Hinweis: Essbare Sprossen

Für diese Bambusart wird eine Rhizomsperre empfohlen

Bambusfurnier

Bei der Herstellung von Bambusfurnier werden aus gepressten Bambusblöcken dünne Furniere geschnitten. Abhängig von der Schnittrichtung zeigt Bambusfurnier ein unterschiedliche Linienmuster mit verschiedenen Farbnuanchen und den charakteristischen Bambusknoten.

Rhizomaugen

Jede Bambuspflanze besteht aus einem unterirdischen Teil mit Rhizomen, Augen und Wurzeln und einem oberirdischen Teil mit Halmen, Knospen, Zweigen und Blättern.  Diese Augen werden als Rhizomaugen bezeichnet.

Man unterscheidet pachymorphen Rhizome und die leptomorphen (ausläufertreibend) Rhizome. Aus den Rhizomaugen von pachymorphen Rhizome entwicklen sich  aus den Rhizomaugen neue Bambushalme. Bei leptomorphen Rhizomen können sich aus den Rhizomaugen neue Bambushalme oder neue Rhizome bilden. Diese Rhizome breiten sich unterirdisch horizontal aus und werden auch Ausläufer bezeichnet.

Biomasse

Als Biomasse wird die gesamte organische Substanz, wie z.B. Pflanzen und Tiere bezeichnet . Biomasse wird durch Photosynthese bei Pfanzen gebildet. Bei der Photosynthese absorbieren Pflanzen Sonnenenergie und speichern diese als Biomasse.

Bambus besitzt die grösste Biomasse der Welt.


Wachstum von Bambus

Wachstum von Bambus

Den Weltrekord in puncto Wachstum pro Tag hält der Riesenbambus Moso ( Phyllostachys pubescens ) mit bis zu 160 cm pro Tag.  Dabei werden Höhen von 35 Meter und Halmdurchmesser von bis zu 45cm erreicht. Die unterirdischen Rhizome und Ausläufer bilden ausgedehnte unterirdische Systeme und Schützen so Böden vor Erosion und Berghänge vor Abrutschungen. Gleichzeit speichern diese unterirdischen Systeme das Regenwasser und wirken so als Feuchtigkeitsreservoir mit klärfilternden Funktionen.

Was sind Tonkinstäbe (Tonkinstab)

Tonkinstäbe werden im Garten als Pflanzstäbe und Rankhilfen verwendet. Ein Tonkinstab ist ein dickwandiges Bambusrohr / Bambusstange von einer speziellen Bambusart. Tonkinstäbe werden mit einem Durchmesser von 0,3 bis 3 cm und unterschiedlichen Längen meistens im Baumarkt als Pflanzstab angeboten.

Tonkinstäbe eignen sich zur unterschiedlichsten Verwendung im Garten und Hobby:

  • zum Anbinden und Fixieren langer Kletterpflanzen
  • zur Markierung kleiner Pflanzen
  • Bau von  Musikinstrumenten, Lampen

Bambusparkett

Für die Herstellung von Bambusparkett werden vor allem die Bambusstangen der Bambusart
Phyllostachys edulis / Phyllostachys pubescens genutzt. Die verholzten Bambusrohre dieser Bambusse bestehen aus 70% aus Zellulose und 25% aus Lignin. Für die Herstellung von Bambusparkett werden die Bambusrohre in Lamellen aufgespalten, anschließend gekocht, getrocknet und in einem Spezialverfahren mit bis zu  4.000 Tonnen Druck extrem stark verdichtet und verleimt.

Die Eigenschaften von Bambusparkett unterscheiden sich von anderen Holzparkettarten nicht nur durch die Optik, sondern auch durch die extreme Härte der Oberfläche.  Durch diese Oberflächenhärte ist Bambusparkett extrem widerstandsfähig gegen Verformunge.

Weiter positive Eigenschaften von Bambusparkett ist die hohe Toleranz  auf Schwankung von  Temperatur und Luftfeuchtigkeit; d.h.  Bambusparkett neigt nur wenig zum Quellen und Schwinden.  Somit eignet sich Bambusparkett als Bodenbelag im Badezimmer oder Räumen mit Fußbodenheizung besonders gut.

Bambus zur Energiegewinnung – Bambusholzkohle

Bambuspflanzen werden in Asien schon seit langer Zeit zur Energiegewinnung und zum Kochen genutzt.  So verbrennt Bambusholzkohle mit einer höheren  Temperatur als Holzkohle und auch in Bezug auf die Brenndauer ist Bambusholzkohle wesentlich effiktiver. Bambusholzkohle hat einen doppelt so hohen Brennwert wie gewöhnliche Holzkohle. Da Bambusholzkohle beim Verbrennen geschmacksneutral ist und zudem auch keinen Rauch  entwickelt, wird Sie auch für Wasserpfeifen verwendet.

Der größte Produzent von Bambuskohle ist China. Neben Bambuskohle werden in China auch Bambuspellets zum Heizen hergestellt und exportiert. Die Verwendung des Bambus als Brennmaterial ist allerdings ökologisch genauso umstritten wie das Verbrennen von Holz. Denn aus Bambus lassen sich deutlich hochwertigere Produkte fertigen.

# Phyllostachys edulis – Phyllostachys pubescens

Phyllostachys edulis – Phyllostachys pubescens ist in Deutschland auch unter dem Namen Riesenbambus bekannt.

Bilder:
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CO2-Bilanz von Bambus

Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, das Bambus ein wichtiger und schneller CO2 ‘Fixator’ ist. So  bindet Bambus während seines Wachstumsphasen eine  große Menge an CO2 durch Photosynthese. Das aufgenommene CO2 wird in der Biomasse von Bambus gespeichert und aufgrund der vielen Verwendungsmöglichkeiten von Bambusstangen und Produkten aus Bambus, der Luft langfristig entzogen. Erst bei der Verbrennung bzw. Verrottung der Bambusbiomasse wird das klimawirksame  Kohlendioxid wieder freigesetzt.

So kann z.B. bei der Verwendung von Bambus als Bambusparkett der Umwelt ein großer Dienst erwiesen werden. Andere Bodenbeläge wie Teppich und PVC-Beläge beinträchtigen bei der Produktion sowie bei der Entsorgung, das Klima stark. Beim Kauf von Bambusprodukten sollte jedoch darauf geachtet werden, das die Herstellung und der Transport von Bambusprodukten unter ökologisch Gesichtspunkten vorgenommen wird und eine CO2 Neutralität erreicht wird.